Potenziale der Rohstoffwirtschaft in Chile

FAB, AHK Bergbaukompetenzzentrum Chile und proChile veranstalten Länderworkshop in Berlin

Die Potenziale der Rohstoffwirtschaft in Chile waren Thema des Länderworkshops der Fachvereinigung Auslandsbergbau und internationale Rohstoffaktivitäten (FAB), des AHK Bergbaukompetenzzentrums Santiago de Chile und der Organisation proChile am 8. Dezember in Berlin.

Wesentlicher Grund für den Chile-Workshop war einerseits die Rohstoffpartnerschaft Deutschlands mit Chile als Bestandteil der Rohstoffstrategie der Bundesregierung und andererseits das gestiegene Interesse deutscher Unternehmen, in Chile mit ihren Dienstleistungen verstärkt tätig zu werden. Beides fördert den Zugang deutschen Industrie zu möglichst ungehindertem, freien Bezug von Rohstoffen auf den internationalen Rohstoffmärkten zu fairen Preisen. Das Rohstofflieferland Chile ist seinerseits interessiert, deutsches KnowHow und Investitionen zum Aufbau von neuen Förder- oder - wenn es die Bergbauzulieferindustrie betrifft - auch Fertigungsstandorten zu erhalten. Die einführenden Statements durch Herrn Diego Torres (neuer Wirtschaftsattaché in der Botschaft von Chile), Herrn Dr. Diego Hernándes (Präsident des chilenischen Bergbauverband SONAMI),  Frau Andrea Jünemann, Referatsleiterin für Internationale Rohstoffpolitik im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Frau Johanna Sternberg (AHK Chile), und Dr. Martin Wedig (FAB) hoben diese Aspekte einmütig hervor. Frau Carla Kirmis von proChile moderierte den Workshop mit viel Charme und dem richtigen Gespür für das Auditorium.

Die Fachredner aus Deutschland und Chile sehen aktuell auf den internationalen Rohstoffmärkten immer noch eine gute Verfügbarkeit bei den meisten Rohstoffen. Dennoch sind die Preise für viele Rohstoffe seit Jahresmitte 2016 gestiegen. Eine weiter steigende Nachfrage wird erwartet. Dies gilt auch für Kupfer, für das Chile Hauptversorger der Welt ist. Da der Rohstoff Kupfer derzeit wieder mit fast 6.000 USD/t an den internationalen Märkten gehandelt wird, sind gerade jetzt wieder Rohstoffprojekte in Chile attraktiv, nicht zuletzt auch zur langfristigen Versorgung Deutschlands und Europas.

Mit dem Länderworkshop als industrieorientierte Veranstaltung konnte damit neben den politisch initiierten Programmen der Rohstoffpartnerschaft, die durch die deutsche Außenhandelskammer vor Ort in Chile betreut werden, ein bergmännisch-ökonomisch interessiertes Publikum angesprochen werden.

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