Wirtschaftliche Bedeutung

  • Eine Studie des EEFA-Instituts vom März 2016 belegt einen gesamtwirtschaftlichen Produktionseffekt von 23,4 Mrd. € jährlich durch den heimischen Bergbau.
  • Der Bergbau verfügt direkt über rund 81.000 Arbeitsplätze in mehr als 1.000 Betrieben.
  • Für den heimischen Bergbau insgesamt  ergibt sich ein durchschnittlicher Beschäftigungsmultiplikator von 2,9; d. h. indirekt gehen die Forscher von 236.600 Arbeitsplätzen für die Volkswirtschaft aus.
Im März 2016 wurde eine Studie des in Energie-, Rohstoff- und Umweltfragen anerkannten EEFA-Instituts, Münster/Berlin, im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung zur Lage und Bedeutung der Rohstoffe gewinnenden Industrie in Deutschland veröffentlicht. Es handelt sich um die sachlich ausführlichste und unter vielen Gesichtspunkten beste Darstellung der Thematik seit Jahren.

Gegenstand der Studie waren die Analyse und Darstellung der empirisch erfassbaren gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge der Rohstoffe gewinnenden Industrie in Deutschland im Zeitraum 2008 bis 2013. Bezüglich der wirtschaftlichen Effekte der Rohstoffe gewinnenden Industrie in Deutschland hat die Studie ermittelt (Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2013):

  • Die Rohstoffe gewinnende Industrie beschäftigte hierzulande direkt rund 81.000 Personen in mehr als 1.000 Betrieben.
  • Aufgrund der großen Kapitalintensität der Aufsuchung, Förderung und Gewinnung von Rohstoffen waren und sind die Bergbaubetriebe wirtschaftlich und technisch eng mit den Zulieferbranchen aus dem Bereich der Investitionsgüterindustrie (Bergbaumaschinen etc.) verflochten.
  • Die laufenden Aktivitäten der inländischen Rohstoffgewinnung hatten einen gesamtwirtschaftlichen Produktionseffekt von 23,4 Mrd. € jährlich. Dazu haben Steine und Erden 7,8 Mrd. €, Kali und Salz 4,6 Mrd. €, Braunkohle 3,8 Mrd. €, Steinkohle 3,6 Mrd. €, Erdöl und Erdgas 3,5 Mrd. € beigetragen.
  • Über Vorleistungen, Löhne und Investitionen der betreffenden Branchen wurde ein direkter expansiver Nachfrageimpuls von im Schnitt rund 8,7 Mrd. € jährlich ausgelöst.
  • Indirekt und induziert ergab sich daraus zusätzlich eine gesamtwirtschaftliche Wirkung von 14,7 Mrd. € pro Jahr.
  • Die gesamte direkte, indirekte und induzierte Beschäftigungswirkung der Rohstoffe gewinnenden Industrie in Deutschland umfasste rund 236.600 Arbeitsplätze.

Hintergrund: http://www.boeckler.de/11145.htm?projekt=2014-782-
Studiendownload: http://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_315.pdf