M.SC. Sandra Pamela Nowosad ist BURCKHARDT-PREISTRÄGERIN 2020

Der Helmuth-Burckhardt-Preis 2020 der Vereinigung Rohstoffe und Bergbau (VRB) geht in diesem Jahr an Frau M.Sc. Sandra Pamela Nowosad.

Der Fachspitzenverband des deutschen Bergbaus spricht den Jungakademikern anlässlich der Mit­gliederversammlung am 15. September 2020 in Berlin den Preis zu. Der Burckhardt-Preis wird seit 1971 jährlich für hervorragende Examensleistungen im Rahmen der Masterprüfung in der Studien­richtung Rohstoffingenieurwesen oder der Großen Staatsprüfung verliehen. Die Auszeichnung soll es dem Preisträger ermöglichen, im Rahmen einer Studienreise weitere Einblicke in den Auslandsbergbau zu gewinnen.

Frau Nowosad hat ihr Masterstudium Bergbau an der TU Clausthal mit überdurchschnittlichem Erfolg in Bestzeit abgeschlossen. Als gebürtige Peruanerin absolvierte sie zuvor den Bachelor in Peru mit Schwerpunkt Erzbergbau. Ihre Masterarbeit fertigte sie im Rahmen eines Forschungsprojektes der TU Clausthal, in dem sie die Erzpotenziale des Rammelsbergs analysierte und dabei die Kommunikation zwischen Bergbauwirtschaft und Bevölkerung in den Mittelpunkt stellte.

Praktische Erfahrung im In- und Ausland sammelte Frau Nowosad in verschiedenen Ländern (Peru, Deutschland, Österreich, Schweiz) und Bergbauzweigen (Kupfer- und Goldbergbau, Rammelsberg Erzkonglomerate, Schachtbau, Consulting, Sicherheitsingenieurwesen). Als ein Ergebnis ihrer aktiven Arbeit im Rahmen einer Bergbau-Studentenvereinigung an der TU Clausthal stand der Aufbau eines Netzwerkes zur Vorbereitung auf das Ende der Braunkohle in Europa.

Neben zahlreichen Veröffentlichungen wurde Frau Nowosad darüber hinaus beim Hochschulwettbewerb 2018 im Team für das Projekt „Glückauf Zukunft“ ausgezeichnet. Hervorzuheben sind ebenso ihre Fremdsprachenkenntnisse und ihr umfangreiches ehrenamtliches Engagement. Darüber hinaus hat sie Anfang November den ersten Arbeitskreis Frauen im Bergbau Deutschland (Women in Mining Germany) in Abstimmung und Verbindung mit International Women in Mining mitbegründet.

Frau Nowosad ist jetzt wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bergbau der TU Clausthal mit dem Ziel einer Promotion. Sie bearbeitet das Projekt Energie- und Wasserspeicher Harz.

Für die Wahl von Frau Nowosad als diesjährige Preisträgerin war für das Auswahlgremium der VRB ihr sehr guter Studienabschluss in Regelstudienzeit, ihre fokussierte Auslandserfahrung mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung (Bergbauzweige) und ihre diversifizierten Studienschwerpunkte (Studium, Wissenschaft und Arbeitserfahrung) ausschlaggebend.