M.Sc. Maximilian Getz und Diplomingenieur Tassilo Eizenhöfer sind Burckhardt-Preisträger 2019

Der Helmuth-Burckhardt-Preis 2019 der Vereinigung Rohstoffe und Bergbau (VRB) geht in diesem Jahr gleich an zwei Preisträger, Herrn M.Sc. Maximilian Getz und Herrn Diplomingenieur Tassilo Eizenhöfer.

Der Fachspitzenverband des deutschen Bergbaus spricht den Jungakademikern anlässlich der Mit­gliederversammlung am 26. September 2019 in Berlin den Preis zu. Der Burckhardt-Preis wird seit 1971 jährlich für hervorragende Examensleistungen im Rahmen der Masterprüfung in der Studien­richtung Rohstoffingenieurwesen oder der Großen Staatsprüfung verliehen. Die Auszeichnung soll es dem Preisträger ermöglichen, im Rahmen einer Studienreise weitere Einblicke in den Auslandsbergbau zu gewinnen.

Herr Getz hat sein Studium an der RWTH Aachen im Studiengang Rohstoffingenieurwesen und Herr Eizenhöfer an der TU Freiberg im Studiengang Geotechnik und Bergbau in Regelstudienzeit mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossen.

Während seiner Studienzeit lernte Herr Getz als Bergbaubeflissener die unterschiedlichen Facetten des Bergbaus durch verschiedene Praktika bei der RWE Power AG, der RAG AG, der SWS AG und der Basalt AG kennen. Auslandserfahrung konnte er im Rahmen des European Mining Courses an der Aalto University in Finnland und der Delft University of Technology in den Niederlanden sammeln. Er fertigte seine Masterarbeit mit dem Titel „Inertisierung von Entwässerungsbrunnen mit Trockeneis als Explosionsschutz-maßnahme“, als Werksstudent bei der RWE Power AG an. Im Rahmen seiner Masterarbeit überprüfte er die erarbeiteten theoretischen Annahmen und Modelle anhand von Praxisversuchen.

Herr Eizenhöfer lernte eine Vielzahl unterschiedlicher Bergbauzweige im Rahmen seiner Beflissenzeit mit Stationen bei HeidelbergerCement AG, K+S AG, der Kies-Asphalt-Transportbeton Strohmaier GmbH, der MIBRAG, der Wolfram Bergbau- und Hütten AG sowie in der Steinkohle bei RAG kennen. Erste Auslandserfahrung machte Herr Eizenhöfer mit einem Auslandssemester an der Colorado School of Mines in den USA. Erste praktische Auslandserfahrung sammelte er im Rahmen der Anfertigung seiner Diplomarbeit bei Celsius Resources Ltd. in Namibia. Das Thema seiner Diplomarbeit lautete „Technical and Economical Analysis of Potential Underground Mining Methods for the Opuwo Cobalt Deposit, Namibia“. Ziel der Arbeit war, für die neu entdeckte Kobaltlagerstätte in Opuwo ein geeignetes Bergwerks- und Abbaukonzept zu erarbeiten. Dies beinhaltete die Auswahl der geeigneten Abbaumethode, die Kostenschätzung, eine Investitionsrechnung und eine Sensitivitätsanalyse bis hin zur Risikoanalyse.

Neben dem Studium sind bei beiden Kandidaten Ihr ehrenamtliches Engagement besonders hervorzuheben. Beide betätigten sich als Erstsemesterreferenten und Mentoren für jüngere Kommilitonen. Herr Eizenhöfer war auch noch freiwilliges Mitglied der Grubenwehr der TU Freiberg.

Herr Getz ist jetzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut „Advanced Mining Technolgy“ (AMT) der RWTH angestellt und verfolgt das Ziel einer Promotion.

Herr Eizenhöfer hat sich nach Studienabschluss für einen direkten Berufseinstieg entschieden und ist derzeit als Trainee bei HeidelbergCement AG angestellt.

Für die Wahl von Herrn Getz und Herrn Eizenhöfer als diesjährige Preisträger war für das Auswahlgremium der VRB ausschlaggebend, dass sie

  • vielseitige Studienschwerpunkte, Arbeitserfahrung und gleichzeitig ehrenamtliches Engagement vorweisen können,
  • das Studium in Regelstudienzeit mit herausragenden, sehr guten Studienabschlüssen absolviert haben,
  • und gleichzeitig noch vielfältige Auslandserfahrung in Wissenschaft und Praxis sammeln konnten.